Donaukurier, 07.03.3007

Neuburg (pes) Dem im Neuburger Flüchtlingslager lebenden äthiopischen Asylbewerber Debru Zewdie Ejeta droht die Abschiebung. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat den Antrag auf ein Asylfolgeverfahren abgelehnt.

Blankes Entsetzen über diese Entscheidung äußerte Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat, der dagegen „aufs schärfste“ protestiert und fordert, Ejetas Gefährdung erneut zu überprüfen. Der Hinweis auf Ejetas Einwilligung zu freiwilliger Ausreise ist für den Flüchtlingsrat „blanker Zynismus“ der Bundesbehörde. Als Oppositionellem drohe Ejeta durch die Regierung seiner Heimat Gefahr für Leib und Leben. Seine Rechtsanwältin Gisela Seidler habe postwendend einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt. Doch bereits während über das Gesuch entschieden wird, könne der 38 Jahre alte Geologe, der seit zehn Jahren in Deutschland lebt, theoretisch abgeschoben werden.

Er hoffe, so Thal, dass die Ausländerbehörde am Landratsamt in Neuburg die Entscheidung des Gerichtes abwarte. „Ich kann mich da noch nicht festlegen“, meinte deren Leiter Herbert Müller.